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Anlegen einer
Thorax­saugdrainage

Vorschlag zum Vorgehen beim Anlegen einer TSD bei Pneu

  1. Bildgebung zur Lokalisation (Röntgen, Sono, ggfs. CT)
  2. Patienten aufklären, ggfs. Einwilligung
  3. Positionierung des Patienten nach:
    • Lokalisation des Pneu (siehe Bildgebung)
    • Punktionsort
    • Punktionstechnik
    • Wünschen des Ausführenden
  4. Lokalanästhesie
  5. Inzision
  6. Anlage der TSD je nach Technik (Minithorakothomie oder Trokarmethode) CAVE: Wenn das Reservoir getroffen wurde, beschlägt der Katheter kurzzeitig
  7. Evtl. Anlage einer separaten Tabaksbeutelnaht zum späteren Wundverschluss (Wund- und Hautverhältnisse beachten, monofiler Faden)
  8. Sogeinstellung / Lackageprüfung
  9. Annaht und Verband
  10. Röntgenkontrolle (evtl. auch erst nach mehreren Stunden)
  11. Dokumentation
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Vorschlag zum Vorgehen beim Anlegen einer TSD bei Sekreten

  1. Bildgebung zur Lokalisation (Röntgen, Sono, ggfs. CT)
  2. Patienten aufklären, ggfs. Einwilligung
  3. Positionierung des Patienten nach:
    • Lokalisation des Pneu (siehe Bildgebung)
    • Punktionsort
    • Punktionstechnik
    • Wünschen des Ausführenden
  4. Lokalanästhesie
  5. Inzision
  6. Anlage der TSD je nach Technik (Minithorakothomie oder Trokarmethode) CAVE: Wenn das Reservoir getroffen wurde, muss sich Flüssigkeit mit leichtem Druck oder Schwall entleeren, sonst Fehllage!
  7. Evtl. Anlage einer separaten Tabaksbeutelnaht zum späteren Wundverschluss (Wund- und Hautverhältnisse beachten, monofiler Faden)
  8. Sogeinstellung / Lackageprüfung
  9. Annaht und Verband
  10. Röntgenkontrolle (evtl. auch erst nach mehreren Stunden)
  11. Dokumentation
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Sogregulierung

Das unkontrollierte Aufdrehen der Saugarmatur bewirkt nicht mehr Saugkraft, sondern paradoxerweise ein Absinken der effektiven Sogstärke. Das rührt daher, dass durch die gesteigerte Verdunstung der Wasserspiegel absinkt. Die Eintauchtiefe des Stäbchens wird geringer und damit auch die Soggrenze.

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Leckagekontrolle

Abklemmen des Systems

Das Abklemmen des TSD-Systems zur Kontrolle auf eventuell nachströmende Luft ist in der Regel unnötig und beim beatmeten Patienten sogar gefährlich. Während vor dem Abklemmen die Luft über die TSD entweichen konnte, kann sie das nun nicht mehr und es entsteht ein bewusst verursachter Pneu, der den Patienten gefährden kann.

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Leckagekontrolle

Die Kontrolle auf nachströmendes Volumen (Luft oder Flüssigkeit) lässt sich einfacher und sicherer bewerkstelligen als durch Abklemmen und Röntgen. Markieren Sie den Wasserstand im Röhrchen des Wasserschlosses. Nach der festgelegten Zeit wird sich der Pegel erhöht, gesenkt oder nicht verändert haben. Diese Veränderung gibt Auskunft über die Verhältnisse im Pleuraspalt und erspart sowohl Risiko, als auch Thoraxaufnahme. Die Leckagekontrolle kann nur bei abgestelltem Sog durchgeführt werden.

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Stolpersteine

Verbände

Der Verband muss vor allem ein Erfordernis erfüllen: Luftdichtigkeit. Methoden wie der klassische Dachziegelverband oder gar zirkuläres Umwickeln des Thorax sollten bei den heutigen Verbandmaterialien nicht mehr zum Einsatz kommen müssen. Viele Patienten vertragen das Pflaster ohnehin nicht. Benutzt werden können Pflasterfolien oder ähnliches. Die Folie erlaubt – sofern die Wunde nicht sezerniert – auch eine gute Beurteilung der Wundverhältnisse ohne täglichen Verbandwechsel.

Tipp: Wenn die Wunde sezerniert, benutzen Sie einen normalen Verband mit Kompressoren und elastischem Klebeverband und dichten Sie diesen ab, indem Sie von außen eine Folie aufbringen. So wird der Verband kleiner und für den Patienten angenehmer.

Transport

Kein TSD-System ist in der Lage, einen Unterdruck ohne äußere Sogquelle herzustellen! Die Geschichte, dass eine TSD den Unterdruck zwei Stunden hält, ist ein Märchen. Wenn Volumen zuströmt, wird der vorhandene Unterdruck schneller sinken. Wenn das nicht der Fall ist, bleibt er bestehen. Abklemmen ist zum Transport nicht notwendig, sofern die TSD korrekt ans Bett oder die Trage gehängt wird: das Wasserschloss sichert den Patienten.

Zusätzliche Löcher im Thoraxkatheter

Die Tradition, den Katheter durch zusätzliche Löcher zu „verbessern“, ist überholt. Das Verändern des Katheters beeinflusst die Wandstabilität und kann u.a. folgende Konsequenzen haben: Gratbildung, Abknicken, Kollabieren oder Abreißen. Durch die Veränderung des Katheters entsteht juristisch betrachtet ein neues Medizinprodukt, dessen Hersteller (derjenige, der schneidet) die Produkthaftung übernimmt.

Sparsamkeit

Bitte nicht an der falschen Stelle sparen. Pro Thoraxkatheter benötigt man eine TSD-Einheit. Anderenfalls lässt sich nicht beurteilen, ob die Drainagen noch funktionieren, wie viel jeweils gefördert wird usw.

Tipp: Über ein Y-Stück können Sie mit einer Saugquelle beide TSD-Einheiten verbinden (siehe Grafik). Die Sogbegrenzerkammer ermöglicht die Kontrolle, ob genügend Sogkraft vorhanden ist.

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