skip to Main Content

AnatomieFunktions­prinzip der Atmung

Der anatomische Aufbau des Thorax

Der knöcherne Thorax besteht aus 12 Rippenpaaren, dem Sternum und der Wirbelsäule. Im Inneren finden sich u.a. die Lunge und unser wichtigster Atemmuskel: das Zwerchfell.
Das Zwerchfell ist mit langfaserigen Muskeln versehen, die zum Zentrum gerichtet sind. Wenn diese Muskelfasern kontrahieren, bewegt sich die Kuppel nach unten und saugt Luft ins Innere des Thorax.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Funktionsweise der Atmung

Das Zwerchfell stellt mit seiner kuppelartigen Form und seiner Bewegungsrichtung eine Art Pumpe dar, die die Luft ins Innere des Thorax saugt. Das Prinzip ist ähnlich dem beim Aufziehen einer Spritze: durch das Anziehen des Kolbens wird im Inneren der Spitze ein Unterdruck hergestellt, der eine Wirkung hat: den Sog. Dieser Sog bewirkt im Thorax, dass Luft angesaugt wird.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Egal wo Sie messen:
der innen herschende Druck ist an jeder Stelle gleich.

PhysiologieDruck­verhältnisse

Spontan-Atmung

Das Innere des Thorax ist mit einer feinen Haut ausgekleidet, die nur aus wenigen Zellschichten besteht und eine seröse Flüssigkeit absondert: der Pleura Thoracica. Die Lunge ist mit derselben Haut überzogen, der Pleura Pulmonalis. Beide Pleurablätter sind nur aufeinander verschieblich, nicht jedoch voneinander abhebbar. Für diesen Zusammenhalt sind zum einen die Adhäsions-Kräfte der intrapleuralen Flüssigkeit verantwortlich und zum anderen ein zwischen den Häutchen herrschender Unterdruck. Der intrapleural herrschende Unterdruck hält die Lunge entfaltet. Während im Inneren der Lunge inspiratorisch ein Unterdruck und exspiratorisch ein Überdruck herrscht, ist im Pleuraspalt der Druck immer negativ. Dieser Unterdruck variiert zwar ebenfalls atemsnychron, bleibt aber immer im negativen Bereich. Die Bewegung des Thorax nimmt sozusagen die Lunge mit.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Künstliche Beatmung

Bei der maschinellen Überdruckbeatmung (hier kurz Beatmung genannt) sind die physiologischen Druckverhältnisse genau umgekehrt: die Maschine „presst“ die Luft mit Überdruck in die Lunge, anschließend lässt man den Druck entweichen. Wir haben also inspiratorisch einen Überdruck in der Lunge, der exspiratorisch sinkt. Hier ist es im Gegensatz zur Spontan-Atmung so, dass die Lunge die Bewegung ausführt und den Thorax „auseinanderdrückt“. Der Druck im Pleuralspalt ist inspiratorisch in der Nähe der Nullmarke und geht exspiratorisch weiter in den negativen Bereich. Dennoch herrscht interpleural nie ein positiver Druck.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

PathophysiologiePneumo­thorax

Offener Pneumothorax

Eine offene Verletzung der Thoraxwand bewirkt durch den Unterdruck im Pleuralspalt, dass Luft aus der Atmosphäre angesaugt wird und in die Lunge kollabiert. Durch die Bewegung des Thorax stellt der Patient wiederum einen Unterdruck her, durch den zunächst weitere Luft in die nun entstandene Pleurahöhle eindringt. Während der Ausatmung kann die angesaugte Luft durch die Öffnung im Thorax wieder entweichen. Dieser Zustand führt „nur“ dazu, dass die betroffene Lungenseite kollabiert und damit vorerst lediglich der Gasaustausch eingeschränkt ist. Zwar muss auch dieses Geschehen schnell therapiert werden, aber es besteht nicht unbedingt akute Lebensgefahr.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ventilpneumothorax

Auch beim Ventilpneumothorax (Spannungspneumothorax) bewirkt die Verletzung der Thoraxwand oder das Rupturieren der Lunge (z. B. durch das Reißen von Alveolen), dass Luft in den Pleuraspalt angesaugt wird und die Lunge kollabiert. Die Elastizität des Gewebes hat nun eine Ventilwirkung: die Leckage lässt Luft in den Pleuraspalt eintreten, aber nicht mehr entweichen. Der Patient wird nun durch erhöhte Atemarbeit versuchen, mehr Luft in die Lunge zu bekommen und erreicht dadurch das weitere Ansaugen von Luft in den Pleuraspalt, die ebenfalls nicht mehr entweichen kann: der intrapleurale Druck steigt und steigt. Er bewirkt u.a. eine Kompression der großen Gefäße und des Herzens, verschiebt das Mediastinum und komprimiert sogar die noch intakte Lungenhälfte. Dieser Zustand bedeutet akute Lebensgefahr und führt unweigerlich zum Tode des Patienten. Im Rahmen der Ersten Hilfe wird hier z. B. mit einem sogenannten Tiegelventil behandelt. In der klinischen Praxis legt man sofort eine TSD zur Entlastung des Überdruckes im Pleuraspalt.

Loch mit Ventilfunktion

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Loch in der Lunge

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Darstellung im Röntgenbild

Normalbefund

Pathophysiologie / Pneumo­thorax - Darstellung im Röntgenbild - Normalbefund

Pneumothorax

Pathophysiologie / Pneumo­thorax - Darstellung im Röntgenbild - Pneumothorax

Pleuraerguss

Pathophysiologie / Pneumothorax - Darstellung im Röntgenbild - Pleuraerguss

Indikationen

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

– nach K. Sengebusch

Back To Top