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1-Kammer-System
(Unterwasserschloss)

Das Unterwasserschloss fungiert als Ventil: abgeleitete Luft kann durch das Wasser entweichen, jedoch nicht mehr zurück. Für den richtigen Einsatz dieses Ventils spielt die Eintauchtiefe des Röhrchens eine große Rolle: je tiefer es in der Flüssigkeit steckt, desto mehr Kraft benötigt der Patient, um Luft ableiten zu können. Aus diesem Grunde ist das Ein-Flaschen-System zur Ableitung von Flüssigkeiten ungeeignet, weil man mit steigendem Wasserspiegel der Widerstand für den Patienten steigt.

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2-Kammer-System

2-Kammer-System ohne Sog

Um Sekrete drainieren zu können, wird zwischen Wasserschloss und Patienten die Sekretsammelflasche zwischengeschaltet. Sie fängt Sekrete auf, ermöglich Bilanz und Beurteilung der drainierten Flüssigkeit. Die durch das abgeleitete Sekret aus der Sammelflasche verdrängte Luft entweicht über das Wasserschloss und zeigt auf diese Weise an, ob eine Volumenbewegung vom Patienten aus stattfindet. Das 2-Kammer-System ist gut geeignet, wenn ohne aktiven Sog Flüssigkeiten oder Luft drainiert werden sollen.

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2-Kammer-System mit Sog

Theoretisch könnte man den Sog direkt am Unterwasserschloss anbringen. Problematisch ist an diesem Aufbau die Tatsache, dass der am Wasserschloss angelegte Unterdruck in voller Höhe auf den Pleuralspalt wirkt. Wird der Sog versehentlich übermäßig hoch angelegt (Vakuum-Wandarmaturen können einen Unterdruck von bis zu 90 cm Wassersäule aufbauen!), kann das ernste Schäden beim Patienten verursachen. Aus diesem Grunde ist diese Anordnung bei der Anwendung von aktivem Sog nicht zu empfehlen, da es keine Sicherheitsmechanismen gibt. Es sollte bei aktivem Sog nur mit Sogbegrenzungskammer gearbeitet werden, also mit einem 3-Kammer-System.

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3-Kammer-System

Die Kombination aus Sekretsammelkammer, Wasserschloss und Sogbegrenzung kombiniert alle Funktionen in einem System: man gewährleistet, dass Sekret aufgefangen, Volumen abgeleitet und der maximal mögliche Unterdruck begrenzt wird. Selbst bei abgestelltem Sog (z. B. beim Transport oder gegen Ende der Therapie) ist die Sicherheit des Patienten durch das Wasserschloss gegeben.

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Sogbegrenzung

Die eingestellte Sogstärke lässt sich mit dieser Flasche begrenzen. In unserem Beispiel ist der zur Atmosphäre hin offene Stab 15 cm tief im Wasser. Je weiter man die Armaturen aufdreht, desto tiefer sinkt der Wasserspiegel im Röhrchen. Erreicht der Unterdruck einen Wert von mehr als 15 cm H2O erfolgt ein Druckausgleich aus der Atmosphäre. Man kann also mittels dieser Sogbegrenzung sicherstellen, dass der Unterdruck niemals höher wird als 15 cm H2O. Umgekehrt bedeutet das, dass ein weiteres Aufdrehen der Armatur wirkungslos ist.

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3-Kammer-System mit Loch in der Lunge

Wenn über eine Leckage in der Lunge Volumen in das System einströmt, ist der Im Pleuraspalt wirksame Unterdruck geringer als der an der Armatur eingestellte. Dies wird in den meisten Fällen keine entscheidende Bedeutung haben, kann aber bei einzelnen Patienten durchaus wichtig sein. Für diese Patienten ist ein 3-Kammer-System nur eingeschränkt sinnvoll, denn der am Pleuraspalt wirksame Unterdruck lässt sich an einem 3-Kammer-System bei aktiver Sogquelle nicht feststellen.

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4-Kammer-System

Das 4-Kammer-System kombiniert alle Vorteile des 3-Kammer-Systems mit der Möglichkeit, den im Pleuraspalt tatsächlich wirkenden Unterdruck anzuzeigen. Dies geschieht durch ein U-Rohr, das eine Manometerfunktion erfüllt: die Summe aller Kräfte (Sogquelle und nachströmende Volumina aus dem Pleuraspalt) addieren sich in der Sekretsammelkammer und wirken auf das U-Rohr.

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